FDP Bad Hersfeld über Festspieldefizit nicht erfreut!

Auch die FDP-Fraktion ist über das in der letzten Woche kommunizierte Defizit der Bad Hersfelder Festspiele nicht erfreut und wirbt für eine sachliche und überparteiliche Lösungsfindung.

„Im Gegensatz zu anderen Fraktionen möchten wir uns erst einmal gemeinsam mit den Verantwortlichen der Festspiele ein Bild über die einzelnen Gründe machen, ehe wir öffentlichkeitswirksam den Stab über handelnde Personen brechen. Das ist in der Presse eventuell nicht so spektakulär, aber in unseren Augen der faire und sachliche Weg“, so die FDP-Stadtverordneten Frank Berg und Björn Diegel.

Die FDP hat inzwischen erste Gespräche mit den Festspielverantwortlichen geführt und wird auch noch weitere Gespräche führen, um einerseits belastbare Erklärungen zu bekommen, warum in einem Jahr mit besten Auslastungszahlen ein Defizit erwirtschaftet wurde. Ebenso soll ausgelotet werden, was unternommen werden muss, damit sich ein solches Defizit nicht wiederholt.

„Auch wenn wir, wie andere auch, der Meinung sind, dass es ein einfaches „weiter so“ nicht geben darf, ist es ein Gebot der Stunde, die Festspiele nicht im negativen Licht darzustellen. Der gute Ruf, der in den letzten Jahre wieder erworben wurde, muss mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Einklang gebracht werden. Das ist die zu lösende Aufgabe.“, so FDP-Fraktionsvorsitzender Bernd Böhle

„Der Ruf und die mediale Präsenz der Festspiele sind das Alleinstellungmerkmal der Stadt gegenüber hunderten von anderen Kleinstädten in Deutschland. Diesen Ruf müssen wir wahren und dabei auch die Qualität und Auslastung garantieren“, so Böhle weiter.

Allerdings ist sich die Fraktion auch einig, dass dies nicht einseitig auf Kosten der Bad Hersfelder Bürger erfolgen darf. „Bei der Analyse muss mit allen Fraktionen und der Verwaltung ergebnisoffen besprochen werden, wie man zukünftig mit der Dauer der Festspiele, dem Spielplan und z.B. auch den Rabattsystemen umgeht.“, sagt Björn Diegel.

„Wenn ein Kaufmann ein Produkt hat, was er zu 100 % verkaufen kann, weil der Markt es gut findet, und er dann ein Minus macht, dann hat er ein Problem. Daher sind, aus unserer Sicht, die die Ehrengast- und Freikarten sowie die rabattierten Karten ebenso zu prüfen, wie die Eintrittspreise für Premiumplätze.“, fügt Frank Berg hinzu.

„Die FDP steht zu den Bad Hersfelder Festspielen, die selbstverständlich auch weiterhin jährlich stattfinden sollen. Daher gilt es nun parteiübergreifend Lösungen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu erarbeiten, die künftig zu besseren finanziellen Ergebnissen führen.“, so das Fazit der FDP-Stadtverordnetenfraktion.