Zurück zur Sachlichkeit

30.07.2019

In einer Pressemitteilung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Karsten Vollmar kritisiert dieser die Amtsführung von Bürgermeister Fehling und versucht die FDP hierbei in eine Ecke als vasallentreue Fehling-Unterstützer zu stellen, anstatt mit eigenen inhaltlichen Ideen und Vorschlägen zu punkten.

Hierzu nimmt FDP-Fraktionsvorsitzender Bernd Böhle Stellung:

„Seit langer Zeit haben wir von Herrn Vollmar keine inhaltlichen Vorschläge und Ideen zur Weiterentwicklung unserer Stadt vernehmen können.

Stattdessen versucht er nun mit den bekannten rhetorischen Worthülsen uns Freie Demokraten und auch einige andere Fraktionen erneut als vasallentreue Fehling-Unterstützer in eine Ecke zu stellen, in die wir sicherlich nicht hingehören.

Seit dem Jahr 2011 führe ich inzwischen als Fraktionsvorsitzender die FDP in der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung und kann daher voller Überzeugung belegen, dass wir stets die Auffassung vertreten haben, dass gute Ideen eine Mehrheit finden müssen, unabhängig davon, ob der Vorschlag vom Bürgermeister, von der SPD, von einer anderen Fraktion oder von uns selbst stammt.

Hierbei nehme ich nur die letzten beiden Haushaltsberatungen als Beispiel, wo wir auch viele unterschiedliche Mehrheiten bei den einzelnen Vorschlägen hatten und am Ende stets einen guten Konsens erreichen konnten, mit den alle leben können. Und ist es auch gut so, wenn es wechselnde Mehrheiten gibt. Der Pluralismus bringt uns weiter.

Während ich das große Engagement vieler ehrenamtlicher Sozialdemokraten sowohl in der Stadtverordnetenversammlung oder auch in den Ortsbeiräten und weiteren Gremien in unserer Stadt sehr schätze und respektiere, so bin ich enttäuscht, dass deren Vorsitzender, Herr Vollmar, noch immer nicht verstanden hat, dass es nur gemeinsam geht.

Andere Sozialdemokraten sind da weiter.

Herrn Vollmar steht es selbstverständlich frei, Herrn Bürgermeister Fehling öffentlich zu diskreditieren. Allerdings sollte er es als Demokrat aber auch respektieren, dass wir mit Bürgermeister Fehling stattdessen lieber intern unsere Eindrücke zur Wahrnehmung in der Öffentlichkeit besprechen. Dabei gab es in den letzten Jahren von unserer Seite immer wieder sowohl Lob als auch Tadel.

Der Grund, weshalb die Freien Demokraten  Thomas Fehling und nicht Karsten Vollmar bei der letzten Bürgermeisterwahl unterstützt haben, liegt schlicht daran, dass uns bei Herrn Vollmar, im Gegensatz zu Herrn Fehling eine klare Vision zur Weiterentwicklung unserer Stadt in den kommenden Jahren gefehlt hat.

Dies sollte Herr Vollmar einmal selbst hinterfragen. Wir würden uns freuen, wenn er nun endlich einmal die Scheuklappen absetzen würde und künftig einmal mit eigenen guten Ideen zur Weiterentwicklung unserer Stadt statt Angriffen auch andere Fraktionen und den Bürgermeister punkten würde.

Wir Freien Demokraten haben vor kurzem mit dem Vorschlag eines „Hersfeld-Tages“ zur Stärkung unserer Stadtteile und Ortsbezirke eine Idee präsentiert, über die wir z. B. viel lieber mit den Sozialdemokraten sprechen möchten, anstatt über die politische Einordnung der Fraktionen durch Herrn Vollmar.“